Moore gehören zu den wertvollsten Ökosystemen unserer Landschaften. Sie bieten Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, darunter auch spezialisierte und bedrohte Arten. Gleichzeitig erfüllen sie eine wichtige Funktion für Klima und Wasserhaushalt.
Als langfristige Kohlenstoffspeicher binden intakte Moore große Mengen organischen Kohlenstoffs. Obwohl Moorböden weltweit nur einen vergleichsweise kleinen Anteil der Landfläche einnehmen, speichern sie einen erheblichen Anteil des in Böden gebundenen Kohlenstoffs. Darüber hinaus können Moorpflanzen gelöste Stoffe im Wasser aufnehmen und speichern. Deshalb werden Moore häufig auch als „Nieren der Landschaft“ bezeichnet.
Der Schutz und die Wiedervernässung von Mooren sind damit nicht nur Aufgaben des Naturschutzes. Sie sind auch wichtige Bausteine für Klimaschutz, nachhaltige Flächennutzung und eine widerstandsfähige Landschaftsentwicklung.
Bei @Prof. Burmeier Ingenieurgesellschaft mbH – Teil von @SIERA – ist Moorschutz Teil eines verantwortungsvollen Umgangs mit natürlichen Ressourcen. Im Bereich Umweltschutz wird berücksichtigt, wie Bauvorhaben und Planungen dazu beitragen können, die Belastung von Moorlandschaften zu verringern.
Warum entwässerte Moore Treibhausgase freisetzen
Die Klimawirkung eines Moores hängt eng mit seinem Wasserstand zusammen. In intakten, nassen Mooren bleibt organisches Material unter wassergesättigten Bedingungen erhalten. Wird ein Moor hingegen für land- oder forstwirtschaftliche Nutzung entwässert, gelangt Sauerstoff in zuvor nasse Bodenschichten. Dadurch werden Zersetzungsprozesse in Gang gesetzt und zuvor gebundener Kohlenstoff kann als Treibhausgas freigesetzt werden.
Nach aktuellen Angaben des Bundesumweltministeriums nehmen Moorböden in Deutschland rund fünf Prozent der Bundesfläche ein. Etwa 92 Prozent dieser Moorböden sind entwässert. Sie verursachen jährlich rund 53 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente und stehen damit für etwa 7,5 Prozent der gesamten deutschen Treibhausgasemissionen.
Diese Zahlen verdeutlichen die Bedeutung von Moorböden für die Klimaziele Deutschlands. Das Anheben der Wasserstände trockengelegter Moore ist eine zentrale Voraussetzung, um die Freisetzung von Treibhausgasen langfristig zu reduzieren.
Wiedervernässung als Schlüssel zum Moorschutz
Wiedervernässung bedeutet, den Wasserhaushalt trockengelegter Moorböden wieder an moortypische Bedingungen anzunähern. Sie ist ein zentraler Ansatz, um die fortschreitende Zersetzung organischer Böden zu verringern und die natürlichen Funktionen von Moorlandschaften zu stärken.
Dabei geht es nicht allein um Klimaschutz. Wiedervernässte Moore können auch Lebensräume für spezialisierte Arten fördern, die Landschaft ökologisch aufwerten und den natürlichen Wasserhaushalt unterstützen.
| Funktion von Mooren | Bedeutung für Umwelt und Gesellschaft |
| Kohlenstoffspeicherung | Intakte Moorböden binden langfristig organischen Kohlenstoff |
| Klimaschutz | Höhere Wasserstände können Treibhausgasfreisetzungen aus entwässerten Moorböden reduzieren |
| Artenvielfalt | Moore bieten Lebensräume für zahlreiche, teils bedrohte Tier- und Pflanzenarten |
| Wasserhaushalt | Moorlandschaften beeinflussen die Speicherung und den Rückhalt von Wasser |
| Landschaftsschutz | Moore prägen vielfältige und wertvolle Kulturlandschaften |
Auf Bundes- und Länderebene bestehen verschiedene Strategien, Leitfäden und Förderansätze zum Schutz und zur Revitalisierung von Mooren. Die Nationale Moorschutzstrategie wurde im November 2022 vom Bundeskabinett beschlossen. Sie stellt die Wiedervernässung trockengelegter Moore und Moorböden sowie deren langfristig klimaverträgliche Nutzung in den Mittelpunkt.
Moorschutz braucht Akzeptanz und Zusammenarbeit
Die Wiedervernässung ehemaliger Moorlandschaften verändert die Nutzung und das Erscheinungsbild von Flächen. Deshalb ist sie auf einen offenen Austausch mit den Menschen vor Ort angewiesen. Flächeneigentümer, Bewirtschaftende, Kommunen und die regionale Bevölkerung müssen in die Entwicklung tragfähiger Lösungen einbezogen werden.
Bedenken gegenüber Wiedervernässungsmaßnahmen entstehen häufig aus Sorge vor veränderten Nutzungsmöglichkeiten oder vor Auswirkungen auf das direkte Umfeld. Umso wichtiger ist es, den Wert von Mooren verständlich zu vermitteln und transparente Informationen über Ziele, Maßnahmen und langfristige Wirkungen bereitzustellen.
Moorschutz ist eine gemeinsame Aufgabe. Er kann dauerhaft nur gelingen, wenn ökologische Ziele, regionale Anforderungen und die Perspektiven der Menschen vor Ort zusammengeführt werden.
Torf vermeiden, Ressourcen verantwortungsvoll einsetzen
Neben der Wiedervernässung spielt auch der Umgang mit Torf eine wichtige Rolle. Torfabbau und die Nutzung von Torf als Substrat tragen dazu bei, dass wertvolle Moorressourcen weiter beansprucht werden.
Bei geplanten Baumaßnahmen verfolgt @Prof. Burmeier Ingenieurgesellschaft mbH innerhalb von @SIERA daher das Ziel, den Einsatz von Torf möglichst zu vermeiden. Wo es sinnvoll und möglich ist, werden stattdessen Überschussmengen an Oberboden aus anderen Baumaßnahmen genutzt.
Dieser Ansatz kann dazu beitragen, natürliche Ressourcen verantwortungsvoller einzusetzen und Stoffkreisläufe im Bauprozess besser zu berücksichtigen. Er zeigt, dass Umweltschutz nicht erst bei großen Maßnahmen beginnt. Auch bewusste Entscheidungen bei Materialien und Bauabläufen können eine wichtige Wirkung entfalten.
Verantwortung für wertvolle Moorlandschaften
Moore sind weit mehr als besondere Landschaftsräume. Sie sind Lebensräume, Kohlenstoffspeicher und wichtige Bestandteile eines funktionierenden Naturhaushalts. Ihr Schutz und ihre Wiedervernässung leisten einen messbaren Beitrag zur Verringerung von Treibhausgasemissionen und zum Erhalt der Artenvielfalt.
@Prof. Burmeier Ingenieurgesellschaft mbH zusammen mit @SIERA setzt sich im Umweltschutz für einen verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen ein. Der möglichst torffreie Ansatz bei geplanten Baumaßnahmen ist ein konkreter Beitrag dazu, Moorlandschaften zu schützen und nachhaltige Entscheidungen in der Praxis zu verankern.
Quellen
- Bundesumweltministerium: Moorschutz und Nationale Moorschutzstrategie
- LIFE-Projekt Hannoversche Moorgeest
- Arbeitsgemeinschaft Donaumoos: Moor-Wiedervernässung
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