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Ein Kulturdenkmal erhalten und zukunftsfähig weiterentwickeln

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Ein bedeutendes Kulturdenkmal zu bewahren und zugleich an heutige sowie künftige Anforderungen anzupassen, verlangt einen besonders verantwortungsvollen Umgang mit dem Bestand. Genau diese Aufgabe prägt die umfassende Sanierung der Stadthalle Braunschweig.

Das 1965 eröffnete Gebäude ist mit seiner markanten rautenförmigen Architektur bis heute ein prägender Teil des Braunschweiger Stadtbildes. Nach fast 60 Jahren wird der Veranstaltungsort nun grundlegend modernisiert. Dabei stehen der Erhalt historischer Bauteile, die funktionale Weiterentwicklung und die konsequente Berücksichtigung des Denkmalschutzes im Mittelpunkt.

Bis 2028 soll mit einem Budget von rund 140 Millionen Euro ein zukunftsfähiger Veranstaltungsort entstehen. Im Rahmen des Projekts übernimmt Prof. Burmeier Ingenieurgesellschaft mbH - Part of SIERA – die Planung und Begleitung der Schadstoffsanierung während der Entkernung.

Denkmalschutz und Sanierung im Einklang

Die Sanierung eines denkmalgeschützten Gebäudes erfordert eine sorgfältige Balance. Historische Elemente sollen bewahrt, fachgerecht aufgearbeitet und dort, wo es möglich ist, wieder eingebaut werden. Gleichzeitig müssen erkannte Schadstoffe sicher und entsprechend der jeweiligen Anforderungen behandelt werden.

Die Stadthalle Braunschweig verbindet diese Aufgaben in besonderer Weise. Der Erhalt des architektonischen Charakters des Gebäudes ist ein wesentlicher Bestandteil der Planung. Deshalb werden Bestandsbauteile nicht nur geprüft, sondern mit Blick auf ihre weitere Nutzung und ihren denkmalpflegerischen Wert bewertet.

Diese Herangehensweise trägt dazu bei, die Geschichte des Ortes sichtbar zu erhalten und gleichzeitig die Voraussetzungen für eine langfristige Nutzung zu schaffen.

Schadstoffsanierung als zentrale Projektaufgabe

Vor Beginn der Sanierungsarbeiten wurden umfassende Untersuchungen durchgeführt. Dabei wurden unter anderem folgende Schadstoffe identifiziert:

  • Asbestos
  • Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, kurz PAK
  • Polychlorierte Biphenyle, kurz PCB
  • Künstliche Mineralfasern

Die Ergebnisse dieser Untersuchungen bilden die Grundlage für passgenaue Sanierungskonzepte. Diese Konzepte werden eng mit allen beteiligten Fachplanungen abgestimmt, damit die Arbeiten sicher, nachvollziehbar und mit dem Schutz der historischen Bauteile vereinbar umgesetzt werden können.

Innerhalb dieses anspruchsvollen Prozesses bringt Prof. Burmeier Ingenieurgesellschaft mbH innerhalb von SIERA ihre Expertise in der Schadstoffsanierung ein. Die Planung und Begleitung während der Entkernung schafft eine wichtige Grundlage für die weiteren Sanierungs- und Modernisierungsschritte.

4.700 Quadratmeter Parkett erhalten statt ersetzen

Ein besonders anschauliches Beispiel für den sensiblen Umgang mit dem Bestand ist der historische Parkettboden. Rund 4.700 Quadratmeter Parkett werden aufgrund von PAK-haltigen Klebern zerstörungsfrei von Hand ausgebaut.

Nach dem Ausbau wird das Parkett sorgfältig aufbereitet und später wieder eingebaut. Damit bleibt ein prägendes Element des Gebäudes erhalten, obwohl die darunterliegenden Schadstoffbelastungen eine Sanierung erforderlich machen.

ProjektaspektVorgehenZiel
Historischer ParkettbodenZerstörungsfreier Ausbau von HandErhalt des wertvollen Bestands
PAK-haltige KleberSchadstoffsanierung vor der WiedernutzungSchutz von Gesundheit und Umwelt
Aufbereitung des ParkettsSorgfältige Bearbeitung und späterer WiedereinbauVerbindung von Denkmalschutz und nachhaltiger Nutzung
Abstimmung im ProjektKoordination mit beteiligten FachplanungenVerlässliche Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen

Der Erhalt des Parketts zeigt, dass Schadstoffsanierung und Denkmalschutz keine Gegensätze sein müssen. Mit einer sorgfältigen Planung lassen sich beide Ziele miteinander verbinden: der verantwortungsvolle Umgang mit Schadstoffen und der langfristige Erhalt eines kulturhistorisch bedeutenden Gebäudes.

Nachhaltiger Umgang mit dem Gebäudebestand

Bestehende Gebäude weiterzuentwickeln, statt sie zu ersetzen, kann einen wichtigen Beitrag zu einer verantwortungsvollen Baukultur leisten. Bei der Stadthalle Braunschweig geht es dabei nicht nur um die Erneuerung eines Veranstaltungsortes. Das Projekt zeigt, wie sich kultureller Wert, Nutzungsperspektiven und Anforderungen des Umweltingenieurwesens gemeinsam berücksichtigen lassen.

Der nachhaltige Erhalt von Bauteilen wie dem Parkettboden bewahrt materielle Werte und die Identität des Gebäudes. Gleichzeitig stellt die Schadstoffsanierung sicher, dass die Modernisierung auf einer verlässlichen Grundlage erfolgen kann.

Diese Verbindung aus Erhalt, sorgfältiger Sanierung und langfristiger Nutzbarkeit ist entscheidend für die Zukunft eines Gebäudes, das seit Jahrzehnten das Stadtbild von Braunschweig prägt.

Gemeinsam an einer zukunftsfähigen Stadthalle arbeiten

Die Sanierung der Stadthalle Braunschweig ist ein langfristiges Projekt mit hoher Verantwortung für Geschichte, Nutzung und Gesundheitsschutz. Die enge Abstimmung aller Beteiligten ist dabei entscheidend, um die besonderen Anforderungen eines denkmalgeschützten Bestands erfolgreich umzusetzen.

Mit der Planung und Begleitung der Schadstoffsanierung leistet Prof. Burmeier Ingenieurgesellschaft mbH zusammen mit SIERA einen wichtigen Beitrag zur behutsamen Weiterentwicklung dieses Kulturdenkmals. Das Projekt verbindet fachliche Sorgfalt mit dem Ziel, einen bedeutenden Ort für Braunschweig dauerhaft zu erhalten und für kommende Generationen nutzbar zu machen.

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Erfahrt mehr über die Expertise von Prof. Burmeier Ingenieurgesellschaft mbH - Part of SIERA – in der Schadstoffsanierung und im verantwortungsvollen Umgang mit wertvollem Gebäudebestand

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